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Es ist richtig. Antifaschisten sind selbst schuld!

Es ist richtig. Antifaschisten sind selbst schuld!

Nach den Schüssen auf das Piratenbüro in Dortmund gab es allerlei Reaktionen von Piraten, Presse und damit Öffentlichkeit und Ex/Nicht-Piraten, die sich noch dafür interessieren was in der Partei vor sich geht.

Es gab Artikel, Tweets und vielerlei Bekundungen, dass man hinter den Piraten steht, welche da stellvertretend für alle antifaschistisch aktiven Piraten, angegriffen wurden. Der Großteil der Partei, empfindet sich als Mitangegriffen und hat eben dies auch bekundet.

Doch es gibt auch Stimmen in und neben der Partei, die der Ansicht sind „Die sind ja selbst schuld, wenn sie offen gegen Faschismus vorgehen.“

Sie stellen also fest, das natürlich mit Angriffen zu rechnen sei, wenn man Nazis reize. Das muss mensch erstmal sacken lassen.

Natürlich ist man selbst schuld, wenn man sich wissentlich in eine Gefahr begibt und wir alle wissen, offen agierende Nazis sind sehr oft brutale Arschlöcher, für die Gewalt nicht nur Mittel zum Zweck ist, sondern sie leben die Gewalt, genießen sie. Ist bekannt und wird in Kauf genommen und das nicht erst in diesem Jahrhundert auch wenn sich die Welt in einem Rechtsruck befindet.
Mit den Nazis, kamen auch ihre Gegner und jeder von ihnen wusste um die Gefahr, in die sich jede Person begibt, die offen gegen Faschismus angeht. Damit war und ist jeder selbst schuld, wenn es darauf Reaktionen seitens der Faschisten gab.

Die Geschwister Scholl, Günter Ammon, Willi Graf, Kurt Huber, Rosa Luxemburg, all die Menschen, die auf dieser Liste zu finden sind und noch viele mehr, die keine Erwähnung finden in der Geschichte.

Sie alle sind selbst schuld, denn sie waren mutig genug, sich gegen Faschismus zu wehren, für sich und für unzählig viele andere Menschen, die allein durch ihre Existenz Opfer waren und sind.

Aber das kann man doch nicht vergleichen… Selbstverständlich kann man es vergleichen auch wenn die Nazis derzeit nicht unser Land regieren. Der einzige Unterschied zum damaligen Widerstand, besteht darin, dass wir diesmal schon wissen womit wir es da zu tun haben, weil wir aus der Geschichte lernen können. Wir wissen was passiert, wenn man sich erst widersetzt, wenn Nazis zu viel Macht haben und die Nazis wissen das auch. Sie wenden dieselben Taktiken an, wie schon die Nazis in den 1930er Jahren. Sie schüchtern ein wo es nur geht, zeigen Präsenz, versuchen zu rekrutieren. Sie versuchen wie schon damals, Widerstand zu brechen indem sie Menschen einschüchtern, Exempel statuieren und schrecken dabei auch nicht vor brutaler Gewalt und Mord zurück.
Das alles wussten und wissen die Menschen, die sich gegen den Faschismus stellen. Für Frieden, für Menschen die durch Herkunft/Religion/Behinderung usw. von Faschismus bedroht sind, für sich selbst, für Dich, mich und für ihre und unsere Kinder, denn eine Welt mit Faschisten kann nie eine annähernd soziale sein.

Ja sie sind selbst schuld, wenn sie die Rechnung für ihren Einsatz zahlen, denn sie wissen um die Gefahr in der sie sich dadurch befinden.

Sie sind selbst Schuld weil sie sich für jeden von uns in Gefahr begeben!

Dafür sollten wir unsäglich dankbar sein und sie unterstützen soweit wir den Mut dazu haben, für andere Menschen einzustehen!

Solidarität mit den PiratInnen in Dortmund

In der Nacht zum 16.06.2015 gab es auf das Parteibüro der Piratenpartei Dortmund, welche dies mit den Landtagsabgeordneten Hanns-Jörg Rohwedder, Birgit Rydlewski und Torsten Sommer teilen, einen feigen Angriff. [1]

Zwei Projektile durchschlugen die Schaufensterscheiben der Geschäftsstelle, Menschen kamen zum Glück nicht zu schaden.

Mittlerweile gibt es ein wirres Bekennerschreiben im Namen der verbotenen Kameradschaft ‚Nationaler Widerstand Dortmund‘ (NWDO), als deren Nachfolgeorganisation die Partei ‚Die Rechte‘ gilt, welche in Dortmund seit vielen Monaten durch ihre Aktionen Angst und Schrecken verbreitet. [2]

Wir senden hiermit unsere Solidarität an die PiratInnen nach Dortmund.
Sie engagieren sich seit langem gegen Nazis und werden deshalb seit langem immer wieder bedroht. [3]

Der Angriff auf das Parteibüro ist ein Angriff auf die ganze Partei und zeigt klar, wie wichtig und notwendig antifaschistisches Engagement ist.
Und die Menge an betroffenen Reaktionen von PiratInnen im ganzen Land drücken eines aus: Wir sind viele. PiratInnen denken antifaschistisch und setzen sich gegen Nazis ein.
Da kann sich ein unpolitischer BuVo noch so anstrengen dieses Engagement zu verschweigen und zu unterdrücken, tot zukriegen sind wir nicht.

Wir lassen uns nicht aus der Partei drängen und wir lassen uns nicht unser Engagement verbieten.
Wir handeln antifaschistisch.
Wir bekämpfen Nazis, wo immer sie auftauchen.

Solidarität nach Dortmund. Ihr tut das richtige. Lasst euch nicht unterkriegen!

[1] http://piratenpartei-dortmund.de/anschlag-auf-buero-der-piratenpartei/
[2] http://www.ruhrbarone.de/dortmund-nwdo-bekennt-sich-zu-anschlag-auf-piraten-und-droht-der-presse/108975
[3] http://www.ruhrbarone.de/hakenkreuze-an-privathaus-eines-piraten/98709

pirantifa – next generation

Pirantifa – die nächste Generation

Am Abend des 19. Mai 2015 haben sich einige antifaschistische Menschen im Mumble getroffen und sich gemeinsam dazu entschlossen, die Pirantifa in der Piratenpartei wieder bzw. neu zu beleben.

Wir sind der Meinung, dass es in der Parteienlandschaft keine Partei geben darf, die sich nicht eindeutig antifaschistisch positioniert und das in entsprechender Weise nach außen trägt. Das sagen uns neben dem gesunden Menschenverstand auch die Geschichtsbücher. Wir, als Gruppierung innerhalb der Partei, möchten dabei helfen, dieses im Namen der PIRATEN zu gewährleisten.

Ihr seid herzlich eingeladen uns dabei zu unterstützen. Vorläufig sind regelmäßige Mumble-Sitzungen, ein Blog und das Bespielen unseres Twitter-Accounts @pir_antifa geplant.

Die jüngste Entscheidung des Bundesvorstands die Pirantifa-Fahne aus dem Sortiment des P-Shop zu nehmen, können wir nicht nachvollziehen und lehnen diese ab! Die Pirantifa-Fahne ist bei entsprechenden Veranstaltungen, so Parteifahnen erwünscht, in hohem Maße dazu geeignet, unsere Partei im antifaschistischen Kontext zu positionieren. Es sollte allen Menschen ohne Umwege möglich sein, diese zu erwerben und unser gemeinsames Anliegen so zu unterstützen.

Sobald unsere Struktur und der Ablauf in dieser gefestigt ist, folgen weitere Informationen. Wir freuen uns auf eine konstruktive und gemeinsame antifaschistische Arbeit in der Piratenpartei.

Antifaschistische Pirat*innen

Unvereinbarkeitserklärung